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Merrill Lynch steigt bei Investmentfirma Black Rock ein
Die US-Bank Merrill Lynch tauscht ihre Investmentsparte gegen eine Minderheitsbeteiligung der Investmentfirma Black Rock. Damit wird Black Rock einer der zehn weltgrößten Vermögensverwalter.
Die US-Investmentbank Merrill Lynch beteiligt sich mit fast 50 Prozent an der rasant expandierenden Investmentfirma Black Rock. Wie beide Unternehmen am Mittwoch in New York mitteilten, wird die neue Firma weiter als Black Rock firmieren und nach der Transaktion Vermögenswerte von 1 Billion $ (833 Mrd. Euro) verwalten. Sie gehört damit zu den zehn weltgrößten Vermögensverwaltern.
Merrill Lynch erwirbt die 49,8-Prozent-Beteiligung im Tausch für ihre Investmentsparte (MLIM), die 154 Fonds managt. Black Rock verwaltet mehr als 100 Investmentfonds. Merrill Lynch erhält eine Stimmrechtsbeteiligung von 45 Prozent.
Black Rock wird nach der Zusammenlegung 4500 Beschäftigte in 18 Ländern haben und in allen wichtigen Märkten der Welt vertreten sein. Die Black-Rock-Aktien haben momentan bei einem Kurs von 145,96 $ einen Gesamtwert von rund 9,3 Mrd. $. BlackRock mit Sitz in New York hatte im vergangenen Jahr den Gewinn deutlich von 143,1 auf 233,9 Mio. $ erhöht und 453 Mrd. $ Vermögen unter Verwaltung.
PNC Financial reduziert Anteil
Der bisherige Black-Rock-Großaktionär, die US-Bank PNC Financial, wird seinen Anteil im Rahmen der Transaktion von 70 auf rund 34 Prozent reduzieren. PNC erwartet einen Gewinn von 1,6 Mrd. $ nach Steuern aus der Transaktion. PNC bezifferte den Wert seiner Black-Rock-Restbeteiligung auf 3,2 Mrd. $. Merrill Lynch erwartet einen Gewinn von 1,1 Mrd. $ nach Steuern aus der Transaktion.
Die Verwaltungsräte beider Unternehmen haben das Geschäft gebilligt. Es muss noch von den Black-Rock-Aktionären und den Aufsichtsbehörden genehmigt werden. Die Transaktion soll im dritten Quartal 2006 vollzogen werden. Merrill-Lynch-Konzernchef Stan O'Neal sagte, sein Unternehmen werde eine halbe Beteiligung an einer Firma erhalten, die doppelt so groß sei wie die eigene Investmentverwaltung.
Gespräche über eine Beteiligung waren im Januar zwischen Morgan Stanley und Black Rock gescheitert. Morgan Stanley wollte angeblich eine Mehrheitsbeteiligung an Black Rock haben, während sich Merrill Lynch jetzt mit einer Minderheitsbeteiligung von knapp unter 50 Prozent begnügt.
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