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Der Konzernabschluss 2005 umfasst das gesamte Geschäftsjahr der bisherigen Julius Baer Gruppe sowie die für den Monat Dezember berücksichtigten Privatbanken Ehinger & Armand von Ernst AG, Ferrier Lullin & Cie SA und BDL Banco di Lugano sowie GAM Holding AG.
Pressemitteilung der Julius Bär Holding AG
Präsentation von Geschäftsresultat 2005 und Ausblick der Julius Bär Gruppe: Julius Bär mit betreuten Kundenvermögen von CHF 304 Milliarden. Hierzu trugen die bisherige Julius Bär Gruppe CHF 173.6 Milliarden (+28% gegenüber dem Vorjahr) und die per Dezember 2005 konsolidierten Privatbanken sowie GAM CHF 130.8 Milliarden (+21%) bei. Unter Berücksichtigung einmaliger Integrations- und Restrukturierungskosten in Höhe von CHF 138 Millionen sowie einmaliger Kosten in Verbindung mit der Sistierung der Einführung einer neuen IT-Plattform von CHF 49 Millionen resultierte ein Konzerngewinn von CHF 145 Millionen.
Der Verwaltungsrat wird der am 12. April 2006 stattfindenden Generalversammlung eine Dividende von CHF 1.00 je Namenaktie (2005: CHF 1.60) vorschlagen. Um der stärkeren internationalen Ausrichtung der neuen Julius Bär Gruppe Rechnung zu tragen, werden Georges Gagnebin und Charles Stonehill zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Die strategische Ausrichtung der Sparte Private Banking konzentriert sich neben der nachhaltigen Verbesserung der Ertragssituation auf die Erschliessung neuer Märkte und auf das Ziel, für anspruchsvolle Kunden zu den ersten Adressen im internationalen Wealth Management zu gehören. Künftige Schwerpunkte der Sparte Asset Management sind die Bereitstellung einer innovativen Produktpalette und bedarfsgerechter Dienstleistungen für das Private Banking sowie die Weiterentwicklung des Kerngeschäftes von GAM, Julius Bär Asset Management Europa und Julius Bär Asset Management USA.
Die Integration der drei Privatbanken Ehinger & Armand von Ernst, Ferrier Lullin und Banco di Lugano sowie GAM, deren Übernahme im Dezember 2005 abgeschlossen wurde, schreitet zügig voran. Hans de Gier, Präsident der Konzernleitung und CEO, gab einen entsprechend positiven ersten Zwischenbericht: „Die Akquisition ist ein Zusammenschluss von Gleichgesinnten und schafft somit die Voraussetzung für eine langfristig unabhängige und konkurrenzfähige Julius Bär Gruppe. Während wir in den Kernmärkten unsere Profitabilität kontinuierlich verbessern wollen, intensivieren wir für das künftige Wachstum der Gruppe die Geschäftsaktivitäten in den aussichtsreichen Märkten wie Zentral- und Osteuropa, Asien, Lateinamerika und dem Mittleren Osten. Unsere Kunden werden dank der Fokussierung auf die Vermögensverwaltung von optimalen Lösungen profitieren.“ Betreute Kundenvermögen: Private Banking CHF 122 Milliarden, Asset Management CHF 182 Milliarden
Die betreuten Kundenvermögen der Julius Bär Gruppe erreichten am 31. Dezember 2005 CHF 304 Milliarden (ohne Global Custody von CHF 47 Milliarden). Dabei entfielen CHF 122 2 Milliarden auf das Private Banking sowie CHF 182 Milliarden auf das Asset Management, wobei der Anteil der Anlagefonds CHF 119 Milliarden betrug. Während im Private Banking aufgrund verschiedener Sonderfaktoren ein Nettoabfluss von CHF 1.5 Milliarden resultierte, konnte im Asset Management ein hoher Netto-Neugeld-Zufluss von CHF 17.6 Milliarden erzielt werden.
Konzerngewinn von einmaligen Kosten geprägt Vom Betriebsertrag in Höhe von CHF 1.50 Milliarden entfielen 75% (CHF 1.1 Milliarden) auf das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, wodurch die Qualität des Kerngeschäftes unterstrichen wird. Nach Sparten waren CHF 583 Millionen (39%) dem Private Banking und CHF 695 Millionen (46%) dem Asset Management zuzurechnen. CHF 149 Millionen (10%) entfielen auf die ehemalige Sparte Trading & Sales und CHF 78 Millionen (5%) auf das Corporate Center. Der Geschäftsaufwand belief sich 2005 auf CHF 1.32 Milliarden. Der Personalaufwand erreichte CHF 839 Millionen (davon CHF 78 Millionen integrationsbedingt) und der Sachaufwand CHF 326 Millionen (davon CHF 63 Millionen integrationsbedingt). Der Personalbestand betrug per Ende 2005 3 427 Mitarbeitende, wovon 2 465 in der Schweiz beschäftigt waren. Der Konzerngewinn vor Steuern betrug CHF 189 Millionen. Nach einem Steueraufwand von CHF 44 Millionen verblieb somit ein Konzerngewinn von CHF 145 Millionen. Bezüglich der angestrebten Kostensynergien (vor Steuern) in den nächsten Jahren ist Andrew Wills, Group Financial Controller, zuversichtlich: „Wir sind auf gutem Wege, das Einsparungspotenzial von rund CHF 100 Millionen pro Jahr realisieren zu können. Dank des zügigen bisherigen Fortschritts der Integration verbleiben von den erwarteten Integrations- und Restrukturierungskosten von CHF 225 Millionen noch ungefähr CHF 90 Millionen, welche die Erfolgsrechnung belasten werden.“
Dividendenpolitik orientiert sich am operativen Geschäftsgang Die Anzahl der am Jahresende dividendenberechtigten Aktien hat sich mehr als verdoppelt, wobei die erworbenen Einheiten nur die Monatsresultate für den Monat Dezember beisteuerten. Vor diesem Hintergrund wird der Verwaltungsrat der Julius Bär Holding AG der Generalversammlung vom 12. April 2006 vorschlagen, eine Dividende von CHF 1.00 (2005: CHF 1.60) je Namenaktie auszuzahlen. Die zur Auszahlung gelangende Dividendensumme erhöhte sich um 35% auf CHF 112 Millionen.
Finanzielle Stärke weiterhin sehr gut – erstmals Aa3-Rating von Moody’s Die finanzielle Stärke der neuen Julius Bär Gruppe präsentiert sich mit einer BIZ-Quote (Tier 1) von 12.7% (2004: 17.7%) weiterhin sehr gut, wie auch das erstmalig erteilte Aa3-Rating von Moody’s für langfristige Verbindlichkeiten der Bank Julius Bär bestätigt. Mit der Akquisition wurde die Eigenkapitalquote gezielt zugunsten des Ausbaus des Kerngeschäftes reduziert, woraus eine deutliche Stärkung des mittel- und langfristigen Ertragspotenzials der Gruppe resultiert.
Per 31. Dezember 2005 erreichte die Bilanzsumme CHF 28.6 Milliarden. Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr um CHF 12.6 Milliarden ist im Wesentlichen durch die getätigte Akquisition begründet. Die Börsenkapitalisierung betrug per Ende 2005 CHF 10.4 Milliarden (Ende 2004: CHF 3.4 Milliarden). Private Banking: durch konsequente Kundenfokussierung zu einer führenden Adresse im internationalen Wealth Management Die Prioritäten in der Sparte Private Banking im laufenden Geschäftsjahr sind der rasche Abschluss des Integrationsprozesses, die Margenverbesserung sowie die Expansion in Wachstumsmärkte.
Nach der Umfirmierung der früheren BDL Banco di Lugano in Banca Julius Baer (Lugano) SA zu Beginn des Jahres werden Ferrier Lullin & Cie SA und Ehinger & 3 Armand von Ernst AG im Frühjahr unter der Marke Julius Bär integriert. „Die Bewahrung der bestehenden Kunden- und Mitarbeiterbasis ist neben der Realisierung des vorhandenen Synergie-Potenzials von entscheidender Bedeutung für die erfolgreiche Intregation. Die Reaktionen der Kunden sind bisher überwiegend positiv“, so Dr. Alex W. Widmer, CEO Private Banking.
In Mittel- und Osteuropa ist die Gründung von Repräsentanzen geplant. Darüber hinaus ist in Asien der Ausbau des bestehenden Booking Centers in Singapur vorgesehen. Ende Januar erhielt Julius Bär in Hongkong die Lizenz zur Eröffnung einer Private Banking-Repräsentanz. Die im September 2004 eröffnete Niederlassung in Dubai soll zu einem zentralen Private Banking-Standort für den Mittleren Osten und den indischen Subkontinent weiterentwickelt werden, um Kunden aus den betreffenden Regionen umfassende Private Banking-Dienstleistungen von gleichbleibend hoher Qualität anbieten zu können. In Lateinamerika konnte das Team in Buenos Aires erste Erfolge bei der Akquirierung von Kundenvermögen erzielen. Mit Blick auf eine Ausdehnung der Onshore-Aktivitäten in Europa wird zurzeit geprüft, zusätzlich zu dem seit November 2005 bestehenden Private Banking-Standort Deutschland weitere Repräsentanzen in Frankreich und Italien zu etablieren. „Es ist unser erklärtes Ziel, zu den ersten Adressen im internationalen Wealth Management zu gehören“, so Dr. Alex W. Widmer, CEO Private Banking. „Voraussetzung dafür ist eine ausgeprägte Kunden- und Performance-orientierte Kultur, die wir täglich aufs Neue mit Leben füllen werden. Entsprechend wollen wir Julius Bär im Bewusstsein der weltweit besten Private Banking-Talente als „Employer of Choice“ verankern.“ Asset Management: Bereitstellung einer innovativen Produktpalette und gezielte Weiterentwicklung der institutionellen Vermögensverwaltung In der neu strukturierten Sparte Asset Management konzentriert sich der Integrationsprozess vor allem auf funktionale Aspekte wie beispielsweise die Schaffung einer gemeinsamen Vertriebsorganisation für die beiden Marken Julius Bär und GAM. Der neue Bereich „Markets“ (ehemals Trading & Sales) wird die vorhandene umfassende Finanzmarkt-Expertise künftig in erster Linie zur Unterstützung der Sparte Private Banking einsetzen. Vor diesem Hintergrund wurden die Aktivitäten in den Geschäftsfeldern Institutional Equity Sales, Institutional Equity Research und Capital Markets beendet. Unter der Marke GAM wird das bewährte Geschäftsmodell mit der Fokussierung auf High- Alpha/Absolute-Return-orientierte Produkte für besonders wohlhabende Privatkunden (High Net Worth Individuals) sowie institutionelle Kunden beibehalten. Somit wird GAM auch als internes Kompetenzzentrum in den Bereichen Funds of Hedge Funds und Absolute Returnorientierte Investment-Mandate für die Sparte Private Banking fungieren. Aus diesem Grund werden die von Julius Bär aufgelegten Hedge Funds künftig unter dem Dach von GAM weitergeführt. Da bisher der grösste Teil der von GAM offerierten Leistungen externen Kunden direkt zur Verfügung gestellt wurde, besteht ein entsprechendes Potenzial hinsichtlich der Erweiterung des internen Absatzes.
Die Unterstützung der Sparte Private Banking ist für David M. Solo, CEO Asset Management, denn auch eine der zentralen Aufgaben im laufenden Geschäftsjahr: „Wir werden unsere Expertise in der Produktgestaltung sowie im Investment Management gezielt für die Entwicklung bestmöglicher Lösungen für die Bedürfnisse unserer anspruchsvollen internen und externen Kunden einsetzen.“
Das Geschäftsmodell von Julius Bär Asset Management Europa orientiert sich an den Wünschen der europäischen Fonds-Vertriebspartner sowie der institutionellen Kundschaft im Heimmarkt Schweiz und in Deutschland. Im Mittelpunkt des Produktangebotes stehen unverändert auf konsistente Performance ausgerichtete Long-only Bond- und Equity-Produkte und spezielle Hedge Fund-Angebote. Ergänzt wird das Leistungsspektrum durch Private Label Funds und Global Custody-Dienstleistungen. Die operative Tätigkeit in den USA umfasst unverändert das Fonds- und Mandatsgeschäft, insbesondere im Bereich „International Equities“ „Wir wollen“, so David M. Solo ergänzend, „sowohl das institutionelle Angebot als auch das erfolgreiche Fondsgeschäft unter der Marke Julius Bär in seinen Kernmärkten zielgerichtet weiterentwickeln.“
Klare operative Zielsetzungen bis 2008 Die Pro-forma-Zahlen 2005 illustrieren die Dimension und Eckdaten der neuen Julius Bär Gruppe und stellen die neue Ausgangsbasis der Gruppe dar. So wurde ein Betriebsertrag von CHF 2.52 Milliarden erzielt; die Betriebskosten beliefen sich auf CHF 1.68 Milliarden. Pro forma wurde ein Konzerngewinn vor finanziellen Sonderfaktoren von CHF 641 Millionen erzielt; die Cost/Income Ratio betrug 64.5%.
Bis zum Jahr 2008 soll die Brutto-Marge im Private Banking über 100 Basispunkte erreichen, während im Asset Management 75 Basispunkte angestrebt werden. Die Cost/Income Ratio im Private Banking soll ungefähr 60% erreichen; für den Bereich Asset Management wird ein Wert von unter 60% anvisiert. „Wir verfolgen einen ganzheitlichen, offenen Ansatz, der sich konsequent an den Bedürfnissen unserer Kunden orientiert. Wir sind der bedeutendste reine Vermögensverwalter in der Schweiz – mit genügend Substanz, um eine führende Position in den internationalen Wachstumsmärkten einzunehmen. Und schliesslich wollen wir den aktuellen Konsolidierungsprozess im Private Banking in der Schweiz weiterhin aktiv mitgestalten“, beschreibt Hans de Gier die langfristige Vision der Julius Bär Gruppe.
Neue Revisionsstelle der Julius Bär Gruppe bestimmt Nach einem sorgfältigen Auswahlverfahren unter den führenden Revisionsgesellschaften wird der Verwaltungsrat der Generalversammlung im April die Ernennung von KPMG Fides Peat als neue Revisionsstelle der Julius Bär Gruppe vorschlagen.
Über Julius Bär Die Julius Bär Gruppe ist der führende reine Vermögensverwalter in der Schweiz mit einer starken internationalen Ausrichtung. Die Gruppe, deren Wurzeln in das 19. Jahrhundert zurückreichen, konzentriert sich ausschliesslich auf die Bereiche Private Banking und Asset Management für Privatkunden und institutionelle Anleger. Mit weltweit über 3 000 Mitarbeitenden betreute die Gruppe Ende 2005 Vermögenswerte von über CHF 300 Milliarden. Die weltweite Präsenz der Julius Bär Gruppe umfasst mehr als 30 Standorte in Europa, Nord- und Lateinamerika und Asien, unter anderem Zürich (Hauptsitz), Dubai, Frankfurt, Genf, Hongkong, London, Lugano, New York, Singapur und Tokio. Die Bank Julius Bär, die wichtigste Gesellschaft der Gruppe, wird von Moody’s mit einem Aa3-Rating für langfristige Verbindlichkeiten bewertet. Die Aktien der Julius Bär Holding AG sind an der SWX Swiss Exchange kotiert.
Die Unterlagen zur Bilanzpressekonferenz (Präsentationen, Geschäftsbericht und Medienmitteilung in mehreren Sprachen) sind ab 07.00 Uhr unter www.juliusbaer.com verfügbar.
Kontakte: Media Relations: Jürg Stähelin Tel. +41 (0) 58 888 5327 Investor Relations: Dr. Jan A. Bielinski Tel. +41 (0) 58 888 5501 Der Halbjahresabschluss 2006 der Julius Bär Gruppe wird am 11. August 2006 publiziert.
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