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In Nordeuropa entsteht ein neues Finanz-Konglomerat
Fusion von Unidanmark und Merita-Nordbanken
Stockholm - Durch die Fusion mit dem dänischen Geldinstitut Unidanmark ist die finnisch- schwedische Merita-Nordbanken (MN) ihrem Ziel, ein bedeutendes gesamtnordisches Finanzhaus zu werden, einen großen Schritt näher gekommen.
Mit einem Börsenwert von 15,6 Mrd. Euro sowie einer Bilanzsumme von 186 Mrd. Euro etabliert sie sich jetzt als die bei weitem größte Geschäftsbank Nordeuropas. Gleichzeitig teilte die Konzernführung mit, ihr seit langem stehendes Angebot für die norwegische Christiania Bank og Kreditkasse aufrecht zu halten.
Unidanmark ist nach Den Danske Bank (DDB) Dänemarks zweitgrößtes Geldinstitut. Kürzlich hatte sie zudem mit Tryg-Baltica die größte Versicherungsgesellschaft des Landes übernommen. Die schwedisch-finnische Bank war Anfang 1998 aus der Fusion der staatlichen schwedischen Nordbanken und der finnischen Merita-Bank entstanden.
Gemeinsam mit Unidanmark wird die Neuschöpfung, für die nun neuer Name und Logo gesucht werden, im Publikumsgeschäft 8,2 Mio.Kunden, 1,4 Mio. Internet-Kunden, 1100 Filialen und 19 800 Mitarbeiter haben. Die Marktanteile liegen in Dänemark bei 23 Prozent, in Finnland bei 35 und in Schweden bei 20 Prozent.
Im Unternehmensgeschäft zählt das Institut 500 größere Firmen und Institutionen zu seinen Kunden, die Einnahmen beliefen sich 1999 auf 820 Mrd. Euro. Im Investment Banking waren es 150 Mio. Euro. Hier wurden im letzten Jahr in Dänemark und Finnland Marktanteile von je 20 und in Schweden von fünf Przoent erzielt.
Akkumuliert wird für 1999 ein Betriebsgewinn von 2,09 Mrd. Euro sowie eine Rendite auf das Eigenkapital von 18 Prozent ausgewiesen. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 0,55 Euro.
Die Fusion wird durch die Ausgabe neuer Aktien vollzogen. Für jede Unidanmark-Aktie werden 12,704 Papiere der MN-Holding Nordic Baltic Holding geboten. Damit erhalten die Dänen einen Anteil von 30 Prozent. Der schwedische Staat verbleibt mit 18,1 Prozent größter Einzelaktionär.
Sitz der Holding ist Stockholm, die Konzernaktivitäten werden jedoch auf Stockholm, Helsinki und Kopenhagen verteilt. Nach Stockholm und Helsinki soll das Papier im Frühjahr auch an der Kopenhagener Börse notiert werden.
Vesa Vainio und Hans Dalborg verbleiben auf ihre Posten als Aufsichtsratsvorsitzender beziehungsweise Konzernchef, im Fusionsvertrag wurde jedoch bereits jetzt festgelegt, dass der bisherige Unidanmark-Vorsitzende Thorleif Krarup nach einem Jahr als Vizekonzernchef den Posten von Dalborg übernimmt, der in den Aufsichtsrat wechseln wird, an dessen Spitze er 2002 vorrücken soll. gtm.
Die Institute im Netz:
http://www.meritanordbanken.com
http://www.unidanmark.dk
Quelle: Die Welt 7.3.2000
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