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Russland-Aktuell Donnerstag, 09.02.2006
Russland gründet Entwicklungsbank durch Fusion Moskau. Auf der Grundlage von drei russischen Staatsbanken soll eine neue Bank zur Entwicklung des russischen Im- und Exports entstehen. Das Grundkapital liegt bei 2,5 Mrd. USD. Einer der Manager heißt Fradkow.
Die „Wneschekonombank“ (Außenwirtschaftsbank), die Russische Bank für Entwicklung und die „RosExImbank“ (Russische Bank für Im- und Export) sollen nach den Plänen von Wirtschaftsminister German Gref fusionieren. Auf dieser Grundlage soll ein mächtiges staatliches Finanzinstitut entstehen, das die staatlichen Im- und Exportgeschäfte sowie Investitionen in ausländische Aktive unterstützen soll.
Neue finanzielle Möglichkeiten zur Entwicklung des Außenhandels Die neue staatliche Entwicklungsbank soll mit einem Kapital von 2,5 Mrd. USD (etwa 2 Mrd. Euro) ausgestattet werden. Da diese Kapitaldecke für die Gewährleistung großer Transfers zu gering ist (zum Vergleich – am Mittwoch wurden an der Moskauer Devisenbörse Valuta im Wert von 8,4 Mrd. USD gehandelt), soll die Bank außerdem die Kontrolle über einen staatlichen Investitionsfonds bekommen.
Dieser noch nicht geschaffene Investitionsfonds könnte aus den Mitteln des Stabilisationsfonds finanziert werden. In dem lagern zurzeit umgerechnet rund 43 Mrd. Euro.
Unklar ist noch, ob die Außenwirtschaftsbank oder die Russische Bank für Entwicklung am Ende das Sagen beim neuen staatlichen Finanzriesen haben wird. Die Führungsriege der Außenwirtschaftsbank ist sicher, dass das Wirtschaftsministerium am Ende ihrem Konzept zustimmen wird.
Fradkow jr. geht zur Außenwirtschaftsbank Eine interessante Personalie gab es unmittelbar im Vorfeld der angekündigten Bankenfusion bei der Außenwirtschaftsbank. Pjotr Fradkow, der Sohn des Premiers Michail Fradkow kehrte an seine alte Wirkungsstätte zurück. Nachdem er 2004 die Außenwirtschaftsbank verließ um bei der „Fernost-Reederei“ anzuheuern, hat er nun wieder einen Posten bei der Bank angenommen. Er soll vor allem die Finanzierung großer Infrastrukturprojekte leiten.
Der Posten gilt als gutes Karrieresprungbrett, da der Chef der Außenwirtschaftsbank, Wladimir Dmitrijew, den Infrastrukturprojekten der Bank große Bedeutung beimisst. Das Finanzinstitut will im ersten Halbjahr 2006 u.a. 20 Prozent an der Gesellschaft „Terminal“ erwerben, die mit dem Bau von Scheremetjewo-3 beauftragt ist.
(ab/.rufo)
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