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Financial-Times Deutschland v. 23.5.2006:
Sparda-Banken Hamburg und Hannover fusionieren
Die Sparda-Banken Hamburg und Hannover wollen sich im kommenden Jahr zur größten Genossenschaftsbank in Norddeutschland zusammenschließen. Die Fusion zur Sparda Bank Nord soll zum 1. Januar 2007 vollzogen werden.
Das teilte die Sparda Bank Hamburg am Dienstag mit. Unter den dann noch elf Sparda- Banken in Deutschland solle die Sparda Bank Nord bis 2010 zum größten Institut bei Vertrieb, Mitgliederzahl und Wirtschaftsstärke werden. Derzeit wäre sie mit einer Bilanzsumme von 6 Mrd. Euro auf Platz vier.
"Wir wollen in den nächsten zehn Jahren die Bilanzsumme auf 12 Mrd. Euro verdoppeln", sagte der Chef der Sparda Bank Hamburg, Heinz Wings, der Nachrichtenagentur Reuters. Wings, der Vorstandsvorsitzender des fusionierten Instituts werden soll, will das unter anderem durch neue Kunden und ein verstärktes Online-Geschäft erreichen.
Kundenzahl soll deutlich zulegen
Die Sparda Banken Hannover und Hamburg haben derzeit zusammen 350.000 Mitglieder und eine halbe Million Privatkunden. Wings geht davon aus, pro Jahr mindestens 50.000 Kunden zu gewinnen. "Wir werden in zehn Jahren sicherlich nicht eine Million Kunden haben, aber wenn wir dann 850.000 haben, dann ist das auch schon gut", sagte er.
Weitere Fusionen mit anderen Sparda Banken schloss Wings nicht aus. "Es ist aber derzeit nicht geplant", sagte er.
Auf betriebsbedingte Kündigung will Wings im Zuge der Fusion verzichten. "Wir haben eine Strategie, die auf Wachstum setzt, dazu brauchen wir auch gute Leute." Zusammen haben beide Häuser rund 850 Mitarbeiter.
Als Sitz der Sparda Bank Nord ist Hannover vorgesehen. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender soll der derzeitige Chef des Instituts in Hannover, Klaus Woyna, werden.
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