|
WGZ Bank plant Fusionsgespräche mit neuer DZ-Spitze
Düsseldorf - Die genossenschaftliche Zentralbank WGZ ist zuversichtlich, sich mit dem designierten DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch über eine Fusion der beiden Spitzeninstitute zu einigen. "Ich bin da sehr optimistisch", sagte WGZ-Bank-Chef Werner Böhnke in Düsseldorf. Die WGZ halte aber an ihren Vorstellungen über die Struktur einer fusionierten Zentralbank fest. Den Zeitpunkt für Fusionsgespräche ließ Böhnke offen. "Zu gegebener Zeit werden wir die Gespräche mit der neuen Führung aufnehmen."
An der Frage der künftigen Struktur waren zuletzt Ende 2004 Fusionsgespräche gescheitert. Während die größere DZ Bank die anderen Unternehmen ihres Konzerns - die Bausparkasse Schwäbisch Hall, die R+V Versicherung und die Fondsgesellschaft Union Investment - weiter selbst steuern will, plädiert die WGZ Bank für eine Strategieholding der beiden Banken. Ohne die Holding fürchtet die WGZ Bank um ihren Einfluß. Das Verhältnis der beiden Vorstandschefs, Böhnke und Ulrich Brixner, gilt zudem als zerrüttet.
2005 war nach den Worten Böhnkes das erfolgreichste Jahr in der 122jährigen Geschichte der WGZ. Bei einem Zinsüberschuß von 324 (2004: 297) Mio. Euro und einem Provisionsüberschuß von 67 (54) Mio. Euro erzielte die Gruppe einen Gewinn von 124,5 (90,4) Mio. Euro, ein Plus von knapp 38 Prozent. rtr
Quelle: Die Welt, 15.3.2006
|